MONZA-KRIMI ENDET MIT ZWEI TOP-5-RESULTATEN
ROWE RACING behauptet sich in Turbulenzen des GT World Challenge Europe Endurance Cups, sammelt wichtige Meisterschaftspunkte und feiert das nächste Gold‑Cup‑Podium.
Das zweite Saisonrennen des GT World Challenge Europe Endurance Cup in Monza entwickelte sich erwartungsgemäß zu einem der fieberhaftesten Events des Jahres. Auf dem traditionsreichen Highspeed‑Kurs in Norditalien, der mit langen Geraden und engen Schikanen regelmäßig für Zwischenfälle sorgt, stand für viele Teams vor allem eines im Fokus: das Ziel überhaupt zu erreichen. Für ROWE RACING erwies sich genau das als entscheidender Erfolgsfaktor.
POSITIVTREND FORTGESETZT
Nach drei ereignisreichen Rennstunden überquerten beide BMW M4 GT3 EVO des Teams nahezu unbeschadet die Ziellinie – ein Resultat, das angesichts zahlreicher Kollisionen, Safety‑Car‑Phasen und Full‑Course‑Yellow‑Unterbrechungen beinahe den Stellenwert eines Sieges hatte. Mit Rang fünf im Gesamtklassement durch Augusto Farfus, Jake Dennis und Raffaele Marciello im Fahrzeug mit der Startnummer #98 bestätigte ROWE RACING zudem den positiven Trend nach dem Saisonauftakt in Le Castellet. In der Teamwertung verbesserte sich das Team um einen Platz auf Rang vier.
Auch der zweite BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer #998 überzeugte mit einer konstanten und fehlerfreien Vorstellung. Jens Klingmann, Ugo de Wilde und Tim Tramnitz kamen zunächst als Vierte im Gold Cup ins Ziel. Aufgrund einer nachträglichen Zeitstrafe gegen einen Konkurrenten rückte das Trio jedoch noch auf Rang drei vor und feierte damit das zweite Klassenpodium im zweiten Saisonrennen. In der Gold‑Cup‑Teamwertung liegt die Mannschaft nun punktgleich hinter dem drittplatzierten Team.
FRÜHES CHAOS PRÄGT DEN RENNVERLAUF
Bereits Sekunden nach dem Start zeigte sich, warum Monza als eines der unberechenbarsten Rennen im Kalender gilt. In der ersten Schikane kam es nach rund 900 Metern zu einer folgenschweren Kettenreaktion, in die zahlreiche Fahrzeuge verwickelt waren und die mehrere Top‑Teams unmittelbar aus dem Rennen riss.
Augusto Farfus bewies in dieser Phase große Übersicht und Erfahrung. Der Brasilianer entkam der Massenkarambolage mit lediglich einer leichten Berührung und profitierte gleichzeitig von den Ausfällen zahlreicher Konkurrenten. Dadurch arbeitete sich die #98 zwischenzeitlich von Startplatz 18 bis auf Rang sieben nach vorne.
Im weiteren Verlauf wurde das Rennen maßgeblich von unterschiedlichen Strategien sowie mehreren Neutralisationsphasen bestimmt. Die taktische Lage blieb lange Zeit schwer einschätzbar. Rund 15 Minuten vor Rennende übergab Raffaele Marciello das Fahrzeug während einer weiteren Unterbrechung auf Rang elf liegend an Jake Dennis.
Ein erneuter Zwischenfall kurz vor Schluss sorgte beim Restart nochmals für deutliche Verschiebungen im Klassement. Mehrere aussichtsreich platzierte Konkurrenten schieden aus, wodurch sich die #98 in den letzten Rennminuten noch bis auf den fünften Gesamtrang nach vorne schieben konnte.
Zweites Gold‑Cup‑Podium nachträglich gesichert
Während die Schlussphase der #98 zusätzliche Positionen einbrachte, verhinderten die zahlreichen Unterbrechungen beim Schwesterfahrzeug auf der Strecke zunächst einen möglichen Angriff auf das Gold‑Cup‑Podium. Jens Klingmann hielt die #998 lange in Schlagdistanz zu Rang drei, konnte den entscheidenden Angriff nach den vielen Neutralisationen jedoch nicht mehr setzen.
Erst nach Rennende stand fest, dass das Trio aufgrund einer Strafe gegen einen Konkurrenten doch noch auf Rang drei im Gold Cup sowie Platz 23 im Gesamtklassement vorgerückt war. Das zweite Podiumsergebnis der Saison unterstrich die konstante Leistung der Mannschaft und brachte erneut wertvolle Meisterschaftspunkte für ROWE RACING.